Gesundheitsreform 2004

in der Krankenversicherung

Private Krankenversicherung und GMG

   

Zum Vergleich mit den endgültigen Eckdaten die Eckpunkte des vorhergehenden Gesetzentwurfs zur Gesundheitsreform vom Juni 2003:
 
- Einführung des Hausarztsystems
Versicherte müssen i. d. R. zuerst zum Hausarzt (außer Augen-, Kinder- und Frauenärzte). Wenn sie sich nicht daran halten und sofort einen Facharzt konsultieren, werden eine Praxisgebühr von 15 Euro und höhere Zuzahlungen für Medikamente fällig.
- Wegfall Leistungsanspruch Brillengläser
Sehhilfen gibt es nur noch bis zum 18. Lebensjahr oder bei einer schweren Sehbehinderung von den Krankenkassen.
- Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten
Anstieg auf 4, 6 oder 8 Euro je nach Packungsgröße.
- Wegfall Leistungsanspruch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel
Im Regelfall werden die Kosten hierfür nicht mehr übernommen.
- Festzuschüsse für Zahnersatz
Statt der prozentualen Beteiligung werden feste Zuschüsse gezahlt, wodurch die Zuzahlungen steigen.
- Höhere Eigenbeteiligung im Krankenhaus
Anstieg von 9 auf 12 Euro pro Krankenhaustag.
- Wegfall Sterbegeld
Das Sterbegeld (bislang 525 Euro) wird gestrichen.
- Beitragstragung und Krankengeld
Die paritätische Beitragstragung entfällt. Künftig trägt der Arbeitnehmer 53 % der Beiträge zur Krankenversicherung, der Arbeitgeber nurmehr 47%. De Facto soll damit das Krankengeld allein durch den Versicherten bezahlt werden.
- Höhere Beiträge auf Versorgungsbezüge und Alterseinkommen
Versorgungsbezüge und Alterseinkünfte aus selbstständiger Tätigkeit von pflichtversicherten Rentnern werden künftig mit dem vollen Beitragssatz belegt, somit eine deutliche stärkere Beitragsbelastung der Rentner.
- Wegfall sogenannter versicherungsfremder Leistungen
Mutterschaftsgeld, Entbindungsgeld, Haushaltshilfe oder Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes werden künftig aus Steuermitteln finanziert. Auch während der Elternzeit sollen Beiträge gezahlt werden. Künstliche Befruchtung und Sterilisation sind selber zu begleichen.
 


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